
Die Schloßbergbahn-Brücke am Grazer Schloßberg kann wieder genutzt werden. Nach mehreren Monaten Sanierung ist der Verbindungsweg unterhalb der Bergstation nun wieder für Besucher:innen geöffnet. Damit steht rechtzeitig zur starken Ausflugszeit ein wichtiger Zugang am Schloßberg wieder sicher zur Verfügung.
Auslöser für die Arbeiten war eine gesetzlich vorgeschriebene Hauptprüfung im Oktober 2023. Dabei stellten Fachleute fest, dass die Brücke innerhalb von drei Jahren saniert werden muss. Seit Herbst 2025 arbeitete man deshalb an der umfassenden Instandsetzung.
Besonders anspruchsvoll war das Projekt, weil die Brücke in einem geschützten Bereich des Schloßbergs liegt. Außerdem gehört sie zu einem denkmalgeschützten Gartenensemble. Daher stimmten die Verantwortlichen alle Schritte eng mit dem Bundesdenkmalamt und einem Ziviltechnikerbüro ab. So sollte die historische Substanz erhalten bleiben, während die Sicherheit der Anlage langfristig verbessert wird.
Im Zuge der Sanierung erneuerten oder reparierten die Fachfirmen zentrale Teile der Konstruktion. Dazu gehörten der Unterbau, der Überbau, die Auflager, das Geländer und der Holzbohlenbelag. Auch die Betonfundamente und weitere Betonbauteile wurden instandgesetzt. Ein besonderes Augenmerk galt den historischen Nietverbindungen, die als prägendes Merkmal der Brücke erhalten bleiben mussten.
Da die Arbeiten nicht direkt vor Ort während des laufenden Bahnbetriebs durchgeführt werden konnten, baute man die Stahlteile aus. Anschließend restaurierte eine vom Bundesdenkmalamt ausgewählte Kunstschmiede die Elemente fachgerecht. Wegen der Lage am Schloßberg kam ein Krantransport nicht infrage. Deshalb wurden die Brückenteile mit einem Hubschrauber aus- und später wieder eingeflogen. Diese Einsätze kombinierte man mit dem Transport neuer Hochbehälter für die Wasserversorgung am Schloßberg. Die Durchführung hing dabei auch vom Wetter ab.
Parallel zur Brückensanierung fanden im Umfeld Baumpflegearbeiten statt. Diese betrafen sowohl den Wald als auch Teile der historischen Gartenanlage. Die Gesamtkosten der Sanierung liegen laut den Angaben bei rund 420.000 Euro.
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner betonte die Bedeutung des Schloßbergs für die Stadt: „Der Schloßberg ist einer meiner liebsten Orte. Die dringend nötige Sanierung der Brücke ist nun pünktlich zur ‚Hauptsaison‘ beendet. Jetzt ist der Schloßberg für seine vielen Besucher:innen auch auf diesem Weg wieder sicher erreichbar.“
Auch Finanz- und Beteiligungsstadtrat Manfred Eber verwies auf die Rolle des Schloßbergs als Naherholungsgebiet: „Der Grazer Schloßberg ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Grazerinnen und Grazer, und es ist daher besonders wichtig, dass er gut und sicher erreichbar ist. Ich freue mich, dass die Brücke jetzt wieder offen und gut nutzbar ist.“
Holding-Graz-Vorständin Alice Loidl hob die Zusammenarbeit der Beteiligten hervor: „Mit dem Abschluss der Arbeiten steht Besucherinnen und Besuchern nun wieder ein wichtiger Verbindungsweg am Grazer Schloßberg zur Verfügung – sicher, nachhaltig und im Einklang mit dem historischen Erbe. Mein Dank gilt allen Kolleg:innen des Stadtraums, die in den letzten Monaten gemeinsam mit den Partner:innen für die perfekte Umsetzung gesorgt haben.“
Robert Wiener, Leiter der Abteilung für Grünraum und Gewässer der Stadt Graz, bezeichnete das Bundesdenkmalamt als wichtigen Partner beim Erhalt historischer Gartenanlagen und schützenswerter Strukturen. Gleichzeitig verwies er auf die Rolle der Holding Graz Stadtraum bei Pflege und Instandhaltung des Schloßbergs.






































