Rettenbachklamm Wanderung

Die Rettenbachklamm in Graz ist ein schönes Ausflugsziel für Erholungssuchende und Wanderer. Eine Besonderheit ist die einzigartige Naturbelassenheit der Rettenbachklamm mit ihren kleinen Wasserfällen. An diesen treten öfters sogenannte Diabase an die Oberfläche. Diabase sind sehr alte umgewandelte, vulkanische Gesteine, die durch ihre grüne Eigenfarbe auffallen. Die Gesteine enthalten auch Eisenerze, die vor langer Zeit in der Klamm abgebaut wurden.

Die Rettenbachklamm ist neben der leichten Erreichbarkeit wegen ihrer naturbelassenen Schönheit bei Grazer und Grazerinnen als Ausflugsziel beliebt. Hier hört man keinen Straßenlärm, nur das Zwitschern der Vögel und das Plätschern des Baches. Ein Teil der Klamm liegt innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes im Osten von Graz. An den steilen Abhängen zum Rettenbach hat sich unterhalb der Klamm ein artenreicher Schluchwald gebildet, der von großen Hainbuchen und Rotbuchen dominiert wird. Bachaufwärts wird das Gelände der Klamm flacher und der Wald geht in Nadel- und Laubmischwaldbestände über.

Rettenbachklamm Sommer
Im Sommer ist es bei einer Wanderung durch die Rettenbachklamm in Mariatrost angenehm kühl

Durch die besonderen Klimabedingungen in der Schlucht mit kühlen Sommer– und relativ milden Wintertemperaturen sind die verschiedenen Farne und Moose in der ausgeprägten Kraut- und Moosschicht sehr verbreitet. Tierarten profitieren von Seitengräben mit zufließenden Bächen, Felsabbrüche, überhängende Felsen, Totholz und Laubanhäufungen. So ist der Feuersalamander am ganzen Bachlauf anzutreffen.

Obwohl eine Wanderung in der Rettenbachklamm festes Schuhwerk und an einigen Stellen Trittsicherheit und Kondition erfordert, ist die Klamm in rund einer halben Stunde gut zu durchwandern. Nicht geeignet ist der Weg für Kinderwägen und Rollstühle! Für eine ausdauernde Strecke lässt sich eine Wanderung mit einer anschließenden Tour auf die Platte kombinieren.

Rettenbachklamm
Naturbelassene Klamm
Rettenbachklamm Wald
Oberer Einstieg zur Rettenbachklamm

Am Ende der Rettenbachklamm öffnet sich diese zu einem flachen Waldbereich. Möchte man weiter auf die Platte wandern, wählt man den Weg 85 auf der linken Seite. Rechts führt der Weg 85b über den Rabensteinerweg an einem Hirschgatter vorbei weiter zur Basilika Mariatrost und zur Straßenbahnhaltestelle der Linie 1. In der Nähe liegt als Ausflugsziel auch das Grazer Tramway Museum.

Je nach Jahreszeit und Wetter führt die Klamm mal mehr, mal weniger Wasser. Besonders in den Sommermonaten plätschert hier der Bach ruhig die Klamm Richtung Mariatrost hinunter. Bei Starkwasser oder Hochwasser ist die Rettenbachklamm gesperrt.

Wasserfall Rettenbachklamm
Einer der kleinen Wasserfälle in der Rettenbachklamm in Graz

Anfahrt zur Rettenbachklamm

Hirschgatter Mariatrost
Das Hirschgatter in Mariatrost mit den Spitzen der Basilika im Hintergrund

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Wanderer die Rettenbachklamm bequem und umweltfreundlich. Mit der Straßenbahn sind es von der Haltestelle Waldhof rund 15 bis 20 Gehminuten bis zum Einstieg zur Klamm. Es geht über die Mariatroster Straße in den Steingrabenweg weiter zu Klamm.

Parken bei der Rettenbachklamm

Aktualisierung: Seit ein paar Wochen gibt es im Steingrabenweg ein Fahrverbot (ausgenommen Anrainerverkehr, Radfahrer und Straßendienst). Somit dürfen Wanderer nicht mit dem Auto in den Steingrabenweg zum Einstieg der Rettenbachklamm einfahren. Am besten parkt man rund um die Mariatroster Straße.

Quelle: Rettenbachklamm Infotafel

13 Kommentare

  1. Das mit dem Parken ist mühsam…. hab das neue Parkverbot beim Einstieg in die Klamm nicht gewußt und prompt war ein „billiger Zettel mit drohenden Worten einer Anzeige “ auf meinem Auto. Wirklich schade!!! Denn an der Mariatrosterstraße parken ist nett gemeint aber bitte WO? Bipa Parkplatz ist auch nicht erwünscht.
    Da sollte man sich für die Besucher eines Ausflugszieles schon was überlegen.

    • Absolut richtig. Volkommen unverständlich. Für uns als Ausflugsziel somit nicht mehr interessant. Glückwunsch an die Verantwortlichen.

  2. Auf Grund der Zufahrt und Parkplatzsituation als Ausflugsziel ungeeignet – ausser man ist gut zu Fuß und/ oder kommt mit den Öffis nach Mariatrost.
    Sehr schade

  3. Aber wenn man sportlich sein möchte kann man ja auch mal auf das Auto verzichten und tatsächlich mit dem Öffi fahren. Das macht nämlich auch Kindern Spaß, die ansonsten immer nur mit dem Auto kutschiert werden.

  4. Daa Parken in der Mariatrosterstraße klingt ein bisschen nach einem Witz. Sehr schade. Auch für uns fällt sie für schöne spontane Spaziergänge jetzt aus.

  5. Finde die Kommentare bezüglich Parkmöglichkeit ein bisserl lächerlich. Es gibt entlang der Strecke der Straßenbahnlinie 1 sicher genug davon und wenn ich sowieso einen Spaziergang durch eine Klamm machen möchte, schaff ich auch noch zusätzliche 15 Minuten Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle.

  6. Leider läßt sich die Stadt Graz von den Anrainern auf der Nase herum tanzen.
    Ein Ausflugsziel ohne Parkmöglichkeit ist leider eine Zumutung.
    Aber leider ist das bei vielen anderen Ausflugszielen genauso. Nirgends kann man parken.

  7. Wie oft denkt niemand an Familien mit kleinen Kindern, für die der Ausflug zur Qual wird, wenn es nicht möglich ist, in der Nähe zu parken, ein Erwachsener schafft locker 15 min gehen, ein 3-Jähriger ist dann schon müde, wenn er an der Klamm ankommt. Und den Anrainern muss ich leider sagen, wer war zuerst da, die Henne oder das Ei? Die Stadt Graz muss einen ordentlichen Besucherparkplatz einrichten, am Anstieg unten oder, wenn das nicht geht, eben oben!

    • Also bitte! Ich war letzte Woche mit einem vierjährigen in der Klamm. Natürlich hat er auf den ersten Metern von der Bim zur Klamm gemeckert, aber das war beim Wasser dann alles vergessen. Der wollte gar nicht mehr heim. Vielleicht projizieren Sie ihre eigene Bequemlichkeit einfach nicht auf Kinder, dann gibt’s auch kein Problem.

  8. Gut, dass jetzt nicht mehr geparkt werden darf. Dann sind auch wieder weniger Leute dort – sehr schön, so solls auch sein. Gute Entscheidung!

  9. Die Klamm ist gut per Öffis und auch mit dem Fahrrad erreichbar. Innerhalb der Stadt gibt es keinen Grund für alles Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Wer sich körperlich betätigen möchte, schafft die paar Meter von der Haltestelle zur Klamm – auch, und gerade, mit Kindern.

    Und wenn man sich die Schuhe vieler Besucher ansieht, glauben ohnehin viele, dass hier nicht gewandert, sondern im Stadtpark spaziert wird – das sind übrigens die Autofahrerinnen.

    Wo viele Parkplätze sind, kommt unweigerlich auch viel Müll mit. Vielleicht also eh besser, wenn weniger Menschen zur Klamm kommen.

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